Wenn das Zahnfleisch blutet, wird das von den Betroffenen oft nicht ernst genug genommen. Doch Zahnfleischbluten deutet an, dass es um die Gesundheit des Zahnfleischs nicht besonders gut steht. Das Zahnfleisch gehört zum Zahnhalteapparat, auch Parodontium genannt. Ohne fest verankerte Zähne wird das Kauen zu einem schwierigen Akt.

Problematisch ist nämlich, dass wir Menschen mit dem Zahnfleisch auskommen müssen, das wir mitbekommen haben. Es wächst leider nicht nach. Wenn es also beim Zähneputzen immer wieder rötlich eingefärbten Schaum gibt, sollte ein Besuch in unserer Praxis folgen. Möglicherweise liegen eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder eine entzündliche Entwicklung im Zahnhalteapparat vor. Letztere wird Parodontitis genannt. Der volkstümliche Begriff „Parodontose“ ist eigentlich nicht korrekt.

Beim Blick in den Spiegel erkennen die Parodontitis-Betroffenen eine Schwellung. Sie sehen eine dunkle Verfärbung am Zahnfleisch. Sie verspüren Schmerzen, wenn sie diese Stelle massieren. Es braucht dann nicht mehr viel, um das Zahnfleisch an dieser Stelle zum Bluten zu bringen. In der Folge entstehen oftmals sogenannte Zahnfleischtaschen. In diesen sammeln sich Bakterien. Wenn sich daraus eine Parodontose-Vorstufe entwickelt, kommt es zu empfindlichen Zahnhälsen. Über die Jahre lockern sich Zähne zunehmend. Sie fallen schließlich aus.

Was tun bei blutendem Zahnfleisch?

Wenn das Zahnfleisch häufiger blutet, muss zunächst nach der Ursache dafür gesucht werden. Bei mehrfachem Vorkommen von kleinen Blutungen ist es unwahrscheinlich, dass es nur an einer zu harten Zahnbürste, einem falschem Umgang mit Zahnseide oder zu festem Putzen liegt. Wechseln Sie probehalber die Zahnbürste gegen eine weichere aus. Ändern Sie Ihre Putztechnik. Informieren Sie sich darüber, wie Sie blutende Zahnfleisch-Verletzungen durch Zahnseide vermeiden können. Damit sind schon drei mögliche Ursachen für blutendes Zahnfleisch ausgeschlossen. Blutet es aber weiterhin, sollten Sie den Zahnarzttermin nicht mehr länger vor sich her schieben.

Wenn die Putztechnik und die Zahnbürste nicht die Ursache sind, blutet das Zahnfleisch meist wegen eines entzündlichen Prozesses. Zu den häufigsten Verursachern von blutendem Zahnfleisch gehören Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) sowie entzündliche Prozesse am Zahnhalteapparat (Parodontitis). Eines von beiden ist meist die Ursache dafür, dass das Zahnfleisch schon bei geringen Belastungen blutet.

Entdecken die Betroffenen beim Zähneputzen, dass es ein Problem am Zahnfleisch gibt. Wenn es entzündungsbedingt zu Zahnfleischbluten beim Zähneputzen kommt, kann eine Ursache dafür durchaus in einer ungenügenden oder unsachgemäß ausgeführten Zahnpflege und Mundhygiene liegen. Diese vergrößert die Bakterienansammlungen im Mund. Eine weitere Ursache für blutendes Zahnfleisch und schmerzende Zähne kann im nächtlichen Zähneknirschen gefunden werden. Diesem Problem kann mit einer speziell angepassten Kauschiene abgeholfen werden. Auch eine nicht gut angepasste Zahnprothese kann blutendes Zahnfleisch auslösen.

Der zweithäufigste Grund für Blutungen im Zahnfleisch kann in einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme gesehen werden. Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist die Voraussetzung dafür, dass genügend Speichel vorhanden ist. Bei ausreichender Speichelproduktion ist auch die Mundflora meist gesünder. Wenn sich im Mundraum körpereigene Bakterien, Hefepilze und enzymhaltiger Speichel vermischen, hält das die Mundflora gesund. Der Speichel enthält ausreichend viele Antikörper.

Bei einer zu geringen Speichelmenge durch ungenügende Flüssigkeitsaufnahme ist die Mundflora jedoch nicht mehr gesund. Die Flora-Zusammensetzung gerät aus der Balance. Eine ungesunde Mundflora wiederum begünstigt die Entstehung von Entzündungen und Zahnfleisch-Blutungen. Besonders im Alter ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung elementar. Viele innerkörperliche Prozesse hängen davon ab. Vor allem die Gedächtnisleistungen und der Blutfluss sind von einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr abhängig.

Auch junge Menschen trinken heutzutage viel zu wenig Wasser. Sie konsumieren stattdessen literweise zuckerhaltige Cola-Getränke. Cole ist jedoch keine Flüssigkeit, die der Organismus brauchen kann. Bevor der Organismus das Wasser aus allen Bestandteilen einer Cola herausfiltern kann, entsorgt er schon einen Teil davon. Der Zuckergehalt solcher Softdrinks begünstigt nicht nur Karies. Er sorgt auch für frühen Zahnausfall, Diabetes oder andere ernährungsbedingte Erkrankungen.

Weitere mögliche Verursacher von blutendem Zahnfleisch

Mit den bisher genannten Verursachern ist ihr Zahnarzt der Sache möglicherweise noch nicht ausreichend umfassend auf den Grund gegangen. Kann er nämlich keinen der bisher genannten Verursacher dingfest machen, geht die Suche weiter. Möglich ist auch, dass mehr oder weniger starkes Zahnfleischbluten

  • durch hormonelle Umstellungen im Organismus (Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre)
  • infolge einer Schilddrüsenüberfunktion
  • durch Diabetes Typ 2
  • wegen einer Virusinfektion
  • durch eine Leber-Funktionsstörung
  • infolge einer Störung im Kalzium-Stoffwechsel
  • durch Vitamin C-Mangel (Skorbut)
  • wegen der Bluter-Krankheit (Hämophilie)
  • infolge einer aplastischen Anämie
  • oder durch eine unerkannte Leukämie-Erkrankung

ausgelöst wurde. Bereits an dieser Aufstellung können Sie sehen, wie wichtig die Ursachenermittlung ist. Oftmals sind es aufmerksame Zahnärzte, die erste Anzeichen auf eine mögliche Störung oder Erkrankung richtig deuten. In diesem Sinne kann auch blutendes Zahnfleisch interessante Informationen über den Gesundheitszustand eines Patienten beinhalten.

Bekannt ist außerdem, dass auch verschiedene Medikamente zu blutendem Zahnfleisch führen können. Sie begünstigen beispielsweise die allgemeine Blutungsneigung. Das gilt, wenn Sie Präparate zur Blutverdünnung wie Marcumar oder Acetylsalicylsäure einnehmen müssen. Bei zu hoher Dosierung kommt es häufiger dazu, dass das Zahnfleisch blutet. Außerdem kann es eine medikamentöse Nebenwirkung sein, wenn Blutungen am Zahnfleisch auftreten. Davon können beispielsweise Menschen betroffen sein, die gerade

  • Nikotin-haltige Kaugummis zur Raucherentwöhnung nutzen
  • ein Medikament mit Pelargonien-Wurzel gegen akute Atemwegsinfekte einnehmen
  • das starke Schmerzmittel „Oxycodon“ verordnet bekamen
  • wegen Multipler Sklerose mit „Alemtuzumab“ behandelt werden
  • oder „Ribavirin“ wegen einer Virusinfektion einnehmen müssen.

Was hilft bei Zahnfleischbluten?

Klar ist nun, dass Zahnfleischbluten Ursachen hat. Diese nehmen Einfluss auf die Therapie. Das Bestreben beider Seiten muss sein, das Zahnfleischbluten zu stoppen. In manchen Fällen genügt es, eine Zahnpaste gegen Zahnfleischbluten zu kaufen. Damit sollten die Zähne regelmäßig geputzt werden. In neuerer Zeit strafft der zunehmend kosmetisch genutzte, aber eigentlich körpereigene Inhaltsstoff Hyaluron das Zahnfleisch. Das stoppt die Blutungen. Deren Ursachen bleiben aber unhinterfragt.

Manche Menschen verwenden bei Zahnfleischbluten Hausmittel. Sie trinken beispielsweise mehr Milch, um einem Kalziummangel vorzubeugen. Sie führen mehr Vitamin C zu, wenn ein Verdacht auf entsprechende Mangelerscheinungen besteht. Sie essen Knoblauch. Dieses wirkt als natürliches Antibiotikum. Größere Mengen frischer Knoblauch wirken aber kontraproduktiv. Knoblauch kann in größeren Mengen das Blut verdünnen. Das erhöht die Blutungsbereitschaft, auch beim Zahnfleisch. Viele Menschen nutzen bei blutendem Zahnfleisch Myrrhen-Tinktur. Andere setzen verdünntes Teebaumöl oder Kamillentee für Mundspülungen ein.

Auch wenn diese Maßnahmen zunächst hilfreich sein sollten, sollte Ihr Zahnarzt sich die Sache ansehen. Sie wissen doch: Vorbeugung ist besser, als später das Nachsehen zu haben.

In unserer Zahnarztpraxis in München bieten wir unseren Patienten eine professionelle Zahnreinigung an, um Zahnfleischbluten vorzubeugen.
Unser gemeinsames Ziel ist der möglichst langfristige Zahnerhalt. Das sollten alle Betroffenen im Auge behalten. In vielen Fällen stellen die Betroffenen trotz der eben beschriebenen Maßnahmen fest: Das Zahnfleischbluten hört nicht auf. Geschwollenes Zahnfleisch an der empfindlichen Stelle deutet an, dass möglicherweise schon eine Zahnfleischtasche entstanden ist. Diese muss behandelt werden.

Es kann sich aber auch ein entzündlicher Prozess entwickelt haben. Dafür genügt schon eine kleine Verletzung des Zahnfleisches, beispielsweise durch eine zu harte Zahnbürste oder zu festen Druck beim Zähneputzen. Bei unzureichender Mundhygiene kann sich aus solchen Gemengelagen schnell Ungutes entwickeln. Eine Zahnfleischentzündung sollte fachgerecht und zeitnah vom Zahnarzt behandelt werden. Wird sie verschleppt, können die Folgen sehr unangenehm für den Betroffenen werden.

Was kann Zahnfleischbluten bedeuten?

Wir haben weiter oben bereits zusammengefasst, was die Ursachen von blutendem Zahnfleisch sein können. Was folgt nun aber daraus? De facto könnten wir das blutende Zahnfleisch als ein regional begrenztes Symptom betrachten. In diesem Fall ist es ein lokales Signal dafür, dass etwas verbessert werden sollte – zum Beispiel die Mundhygiene oder das Zähneputzen. Auch wenn das blutende Zahnfleisch oft für harmlos gehalten wird, ist es das am Ende nicht. Auch anfangs unscheinbar wirkende Symptome können nachhaltige und irreversible Folgen haben.

Bei einer anderen Sichtweise stellt das gleiche Symptom aber mehr als nur einen Hinweis auf ein lokal begrenztes Problem dar. Das ist zum Beispiel gegeben, wenn das blutende Zahnfleisch auf eine systemische Erkrankung wie Diabetes oder Leukämie hinweist. Will man also das Zahnfleischbluten stoppen, muss man zunächst die Bedeutung der Ursachen betrachten. Erst dann können geeignete Mittel zu Behebung des Problems gefunden werden. Manchmal genügt eine Zahnpasta gegen blutendes Zahnfleisch eben nicht. Statt die Wirkung eines Problems am Zahnfleisch zu beheben, sollte die Ursache beseitigt werden.

Es ist zwar vollkommen in Ordnung, gegen Zahnfleischblutungen ein bewährtes Hausmittel einzusetzen – aber dieses behebt oft die eigentliche Ursache des Zahnfleischproblems nicht. Es verbessern nur dessen Auswirkungen. Beispielsweise spülen Sie mit Kamillentee Bakterien aus. Oder Sie straffen das Zahnfleisch durch eine Hyaluron-haltige Zahnpaste.
Damit ist das Problem anscheinend behoben – zumindest, bis es erneut auftritt. Blutungen am Zahnfleisch bedeuten aber, dass die Betroffenen aufmerksam werden müssen. Sie sollten zum Zahnarzt gehen, um dauerhaft Abhilfe zu schaffen. Oft müssen nämlich gegen das Zahnfleischbluten Medikamente eingesetzt werden.

Das ist insbesondere bei entzündlichen Prozessen und der Behandlung von Zahnfleischtaschen der Fall. Es muss verhindert werden, dass aus einer erfolgreich behandelbaren Entzündung (Gingivitis) in der Folge ein nicht mehr reversibler Zahnfleischrückgang wird. Ein lokaler Rückgang des Zahnfleisches bedroht nämlich letzten Endes den ganzen Zahn. Dieser verliert nach und nach seinen stützenden Halt im Kiefer. Er wird außerdem angreifbarer für Kältereize und Karies am Zahnhals.

Wie gefährlich ist blutendes Zahnfleisch?

Wie Sie an den aufgelisteten Zahnfleischbluten Ursachen gesehen haben, kann ein harmlos wirkendes Symptom durchaus mit ernst zu nehmenden Konsequenzen verbunden sein. Blutendes Zahnfleisch sollte also vorsichtshalber immer ernst genommen werden.

Wer das Zahnfleischbluten stoppen möchte, muss zur Vermeidung der Folgen schnell aktiv werden. Der fällige Zahnarzttermin sollte zeitnah erbeten werden. Noch besser wären aber regelmäßige Prophylaxe-Termine – denn auch übermäßiger Zahnstein kann zu blutendem Zahnfleisch führen. In der Umgebung von Zahnstein siedeln sich gerne Bakterien an. Dadurch wird irgendwann auch das Zahnfleisch in Mitleidenschaft gezogen. Das Zahnfleischbluten hört nicht auf, solange die Ursache nicht erkannt ist und behoben wird. Starkes Zahnfleischbluten weist immer auf eine hohe Dringlichkeit hin.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Nicht immer sind Zahnfleischblutungen gefährlich. Je früher der Zahnarzt Ihres Vertrauens deswegen um einen Termin wie zum Beispiel für eine professionelle Zahnreinigung gebeten wird, desto besser lässt sich das Problem beheben. Gleichermaßen gilt aber auch: Nicht erkannte oder verschleppte entzündliche Prozesse im Mundraum können langfristig sehr wohl gefährlich werden.
Führen diese zu einer unbehandelten Parodontitis, kann langfristig ein Zahnverlust die Folge sein. Zuvor hab es klare Symptome wie Zahnfleischschwund. Es gab Anzeichen für einen Knochen-Abbau am Kieferknochen. Beide können nur schwer behandelt werden. Revidierbar wären sie nur durch Transplantationen und einen Knochenaufbau.

Wird eine zeitnahe Zahnfleischbluten Behandlung beim Zahnarzt unterlassen, können die Folgen dramatisch sein. Eine fortschreitende Parodontitis kann die Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Sie sollte daher als ernste Erkrankung angesehen werden. Die Parodontitis steht nämlich im Verdacht, das Entstehen von Herzklappenentzündungen zu begünstigen.
Außerdem kann sie auf lange Sicht zu einem Herzinfarkt führen. Blutendes und geschwollenes Zahnfleisch kann also durchaus die Gesamtgesundheit bedrohen. Mit diesem Wissen sollte der Zahnarztbesuch nicht länger hinausgezögert werden.

Welche Zahnbürste bei Blutungen am Zahnfleisch?

Viele Menschen beklagen sich in Foren im Internet: Sie hätten bei der ersten Benutzung einer elektrischen Zahnbürste bemerkt, dass das Zahnfleisch blutet. Viele Betroffene schieben die Blutung automatisch auf die neue Zahnbürste. So einfach ist die Sache aber nicht. Die Zahnbürste mag tatsächlich der Auslöser für die Blutung gewesen sein. Das Problem liegt aber tatsächlich beim Zahnfleisch. Gesundes Zahnfleisch verträgt auch mal ein bisschen zu viel Druck beim ungewohnten Putzen mit einer neuen Zahnbürste.

Fakt ist: Auch eine hartborstige konventionelle Zahnbürste hätte bei falscher Putztechnik oder zu hohem Druck zu blutendem Zahnfleisch geführt. Es ist also nicht die entscheidende Frage, welche Zahnbürste benutzt wurde. Viel wichtiger ist es, wie hart deren Borsten sind. Werden die Zähne mit harten Borsten geradezu geschrubbt, kann das Zahnfleisch gar nicht anders, als gereizt zu sein. Es entstehen kleine Verletzungen am Zahnfleischrand. In diesen lagern sich unweigerlich Bakterien ein.

Konventionelle Zahnbürsten

Eine konventionelle Zahnbürste sollte einen mittelharten oder weichen Kopf aufweisen. Sie sollte so genutzt werden, dass der Druck auf das Zahnfleisch nicht zu fest ist. Befinden sich schon geschwollene und gerötete Stellen am Zahnfleisch, sollte hier besonders schonend vorgegangen werden.

Eine Zahnpasta, die speziell gegen blutendes Zahnfleisch entwickelt wurde, kann bei erhöhter Blutungsneigung ausprobiert werden. Es wäre aber klüger, zunächst einmal die Putztechnik anzupassen. Mindestens drei Minuten lang sollten die Zähne jeweils geputzt werden. Dabei werden mit weicher oder mittelharter Bürste ohne Druck kreisende und diagonale Bewegungen ausgeführt. Der Druck der Borsten bleibt dabei moderat. Für die Zahnzwischenräume können Zahnseide oder feine Interdental-Bürstchen genutzt werden.

Der Wechsel einer Zahnbürste sollte spätestens dann erfolgen, wenn die Borsten auseinanderstreben. Besser wäre es, bei Zahnfleischproblemen alle zwei Wochen eine neue Zahnbürste zu nutzen. Um die Umwelt nicht mit noch mehr Plastikmüll zu belasten, sind Bambuszahnbürsten oder Wechselkopfzahnbürsten empfehlenswert. Heutzutage gibt es genügend umweltfreundliche Zahnbürsten. Diese bestehen aus Bio-Kunststoffen oder nachwachsenden Hölzern wie Bambus.

Statt fest eingefügter Borsten können auswechselbare Köpfchen aus Miswak-Wurzelholz (salvadora persica L.) das Putzerlebnis verändern. Richtig die Zähne zu putzen, kann das Zahnfleisch stärken. Es sollte beim Putzen sanft massiert und dabei gut durchblutet werden.

Akku- und batteriebetriebene Zahnbürsten

Eine batteriebetriebe Zahnbürste ist grundsätzlich eine gute Wahl. Der Putzvorgang wird dadurch verbessert. Das Putzen wird erleichtert. Doch auch hier gilt: zu starker Druck schadet dem Zahnfleisch. Ein Bürstenkopf mit zu harten Borsten kann auch hier zu Verletzungen am Zahnfleisch führen. Man sollte es also tunlichst der rotierenden Zahnbürste überlassen, Zähne und Zahnzwischenräume zu reinigen.

Wegen vermeintlich besserer Putz-Ergebnisse mehr Druck auf die Bürste auszuüben, ist kontraproduktiv. Er führt nicht zu einem besser gesaäuberten Gebiss. Stattdessen wird das Zahnfleisch unnötig strapaziert. Der Druck auf die Zahnbürste sollte leicht und gleichmäßig sein. Dann kann eine batteriebetriebene Zahnbürste das Zahnfleisch stärken.
Die Zähne werden meist besser von Plaque-Ablagerungen gesäubert. Die Putzdauer sollte auch hier etwa drei Minuten betragen. Um eine qualitativ gute batteriebetriebene Zahnbürste zu erwerben, sollten Testergebnisse und Kundenrezensionen verglichen werden.

Es hat sich erwiesen, dass die teuersten und technisch voll aufgerüsteten Zahnbürsten-Modelle nicht unbedingt die besseren sind. Es außerdem nicht wissenschaftlich geklärt, ob eine Zahnreinigung mit Ultraschall tatsächlich besser ist. Fakt ist, dass nicht jeder Nutzer gleichermaßen gut mit einer bateriebetriebenen oder elektrischen Zahnbürste klar kommt.
Deren Eigengewicht ist deutlich höher als das einer konventionellen Zahnbürste. Beim Kauf sollte eine mit wieder aufladbaren Akkus ausgestattete Elektro-Zahnbürste den batteriebetriebenen Zahnbürsten-Versionen vorgezogen werden.

Die Modelle mit aufladbaren Akkus sind meist etwas teurer als die batteriebetriebenen Zahnbürsten. Dafür sind sie aber deutlich umweltschonender. Der Akku hat außerdem den Vorteil, dass er bis zur vollständigen Entleerung kraftvollere Putzbewegungen ausführen kann. Solche Zahnbürsten gibt es in einfachen und preisgünstigen Ausführungen. Akku-Zahnbürsten mit drei Geschwindigkeitsstufen versprechen ein hervorragendes Reinigungsergebnis.

Elektrische Zahnbürsten

Elektrische Zahnbürsten werden mittels Kabelverbindung zur Steckdose betrieben. Es muss also eine Steckdose in der Nähe des Waschbeckens vorhanden sein. Die Auswahl an Zahnbürsten-Modellen und Technologien ist heutzutage enorm. Auch hier empfiehlt sich das Lesen von Test-Ergebnissen. Nicht alles, was technisch toll klingt, ist aus Sicht eines Zahnarztes auch sinnvoll und nützlich. Auch hier ist es aber wieder die richtige Handhabung, die den Unterschied macht.

Elektrische Zahnbürsten können durch eine falsche Handhabung nämlich dazu führen, dass das Zahnfleisch zurückgeht. Wie eine elektrische Zahnbürste gehandhabt werden soll, steht in ihrer Betriebsanleitung. Das bedeutet: Die richtige Putztechnik ist offensichtlich nicht selbsterklärend. Viele Nutzer elektrischer Zahnbürsten meinen, mit starkem Druck ein besseres Putzergebnis zu erzielen. Damit leisten sie aber Zahnfleischproblemen Vorschub.
Auch die Zähne selbst können durch zu starkes „Schrubben“ Schaden nehmen. Der Zahnschmelz wird angegriffen. Das leitet dann den Zahnfleischschwund ein. Zudem liegen dann die Zahnhälse frei und werden kälteempfindlich.

Korrekt ist es, die Arbeit des Putzens den Rotationen der Bürste zu überlassen. Diese sollte leichtfüßig über die Zähne und das Zahnfleisch gleiten. Um den Druck auf die Zähne und das Zahnfleisch zu steuern, gibt es im Handel elektrische Zahnbürsten mit eingebauter Andruckkontrolle. Wird zu starker Druck auf den Kiefer ausgeübt, ertönt ein akustisches Signal. Bei nachlassendem Druck stoppt das Signal. Der Nutzer lernt, wie hoch dieser sein darf.

Ob die Polierfunktion an etlichen elektrischen Zahnbürsten tatsächlich einen Nutzen hat, ist bisher nicht erwiesen. Ähnliches kann von allen möglichen Zahnpasta-Versprechungen gesagt werden. Manche Pasten sind nur für eine kurzzeitige Nutzung zwischendurch gedacht – zum Beispiel Raucher-Zahncremes, manche Whitening-Pasten und Anti-Zahnstein-Pasten. Diese enthalten meist zu viele Putzkörper. Das schadet dem Zahnschmelz und der Zahnsubstanz ebenso wie dem Zahnfleisch.

Auch Zahnsalz enthält zu viele Putzkörper. Es sollte tunlichst nicht verwendet werden. Häufige oder gar ausschließliche Nutzungen von Zahnsalz können die Zähne regelrecht abfräsen. Auch das Zahnfleisch bleibt von Putzschäden nicht verschont. Bald liegen die Zahnhälse frei. Sie schmerzen bei jeder Berührung mit kalten oder heißen Speisen.

Wer von einer konventionellen zu einer elektrischen Zahnbürste wechselt, tut etwas Sinnvolles. Die Zahnreinigung ist damit deutlich gründlicher durchführbar. Drei Minuten Putzzeit sind aber auch hier Pflicht. Besonders sinnvoll ist eine elektrische Zahnbürste, wenn bereits Zahnersatz wie Kronen und Brücken eingepasst wurde. Auch eine Zahnspange kann einen Grund für diese Kaufüberlegung bieten.

Die Reinigung der Zahnbürste

Wichtig ist bei Zahnfleischproblemen, die Zahnbürste regelmäßig zu reinigen. Der Bürstenkopf sollte alle drei bis vier Wochen ausgewechselt werden. Ein untrügliches Anzeichen, dass das notwendig wird, ist ein sichtbares Auseinanderstreben der Borsten nach außen.

Wenn die Borsten allerdings schon an einen alten Schrubber erinnern, ist der zeitige Wechsel verpasst worden. Bei manchen Zahnbürsten sollen farbliche Veränderungen an den Borsten anzeigen, wann der Wechsel des Zahnbürsten-Köpfchens nötig ist. Oftmals kann man das Heller-werden der blau eingefärbten Borsten aber kaum erkennen. Unschöne Kalkablagerungen und eingetrocknete Zahnpasta-Reste sind an elektrischen wie batteriegetriebenen Zahnbürsten zu finden.

Solche Verunreinigungen sind mit einem Wattestäbchen und Essigessenz gut zu entfernen. Auch der Zahnputzbecher, die Dockingstation einer elektrischen Zahnbürste oder der Standplatz einer batteriebetriebenen Zahnbürste sollten regelmäßig desinfiziert und mit Essigessenz gesäubert werden. Jetzt kann nur noch die Mundhygiene durch Mundwasser und Zahnseide optimiert werden. Allem anderen ist Genüge getan.

Gerne beraten wir Sie ausführlich zum Thema Zahnfleischbluten in unserer Zahnarztpraxis in Schwabing-Maxvorstadt.

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