/ ZAHNFLEISCHBLUTEN
– IST EIN WARNSIGNAL FÜR ZAHNFLEISCH-ERKRANKUNGEN

AUF DEN ZAHN GEFÜHLT

Regelmäßiges Zähneputzen ist die beste Grundlage für gesunde, kräftige Zähne und ein strahlendes Lächeln. Färbt sich die Zahnpaste beim Zähneputzen rot oder sind Blutspuren beim Biss in den Apfel sichtbar, blutet das Zahnfleisch. Zahnfleischbluten kann in jedem Alter auftreten, jedoch sind Erwachsene häufiger davon betroffen. Krankes Zahnfleisch ist immer ein Warnhinweis des Körpers und ernst zu nehmen.

WIE SIEHT GESUNDES ZAHNFLEISCH AUS?

  • straff
  • blassrosa
  • hat eine leicht gestippelte Oberfläche
  • kein Zahnfleischbluten bei Berührung

KRANKES ZAHNFLEISCH HINGEGEN IST

  • oft gerötet
  • geschwollen
  • weich
  • empfindlich
  • häufiges Zahnfleischbluten bei der Zahnreinigung

ZAHNFLEISCHBLUTEN – WENN DIE ZÄHNE ROT SEHEN

Ist das Zahnfleisch entzündet, spricht der Zahnarzt von einer Gingivitis. Die Gingivitis führt früher oder später zu einer Entzündung des Zahnhalteapparates, der Parodontitis. Dabei zieht sich das Zahnfleisch immer mehr zurück und die Zahnhälse werden sichtbar. Schmerzempfindlichkeit tritt auf und nach ein paar Jahren lockern sich die Zähne.

Knapp ein Drittel der Bevölkerung hat, oft genetisch bedingt, ein höheres Risiko für Zahnfleischentzündungen, ebenso Raucher, Schwangere und Diabetiker. Das Nikotin und die hohen Blutzuckerwerte verschlechtern die Durchblutung im Mundraum. Das Zahnfleisch wird schlechter mit Sauerstoff versorgt. Umso wichtiger ist eine gründliche Mundhygiene, auftretendes Zahnfleischbluten ernst zu nehmen und die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt.

URSACHE – SCHULD SIND IMMER DIE BAKTERIEN

Bakterien sind die Ursache allen Übels. Sie lieben es, auf Ablagerungen an den Zahnzwischenräumen und dem Übergang zum Zahnfleisch, einen Biofilm zu bilden. Dort vermehren sie sich und produzieren Giftstoffe. Es entsteht eine Entzündung, die sich in den Zahntaschen in die Tiefe ausbreitet und eine Gefahr für den gesamten Zahnapparat ist.

WARUM IST DIE RICHTIGE ZAHNPUTZTECHNIK SO WICHTIG?

Falsches Zähneputzen führt oft zu Zahnfleischbluten. Idealerweise lässt man sich beim Zahnarzt die richtige Technik genau erklären. Häufig werden die Zähne gereinigt, auf das Zahnfleisch wird leider vergessen. Die Region, wo der Zahn aus dem Zahnfleisch heraustritt, muss besonders gründlich gereinigt werden. Hier sammeln sich mit Vorliebe Keime an.

WAS MUSS BEI DER MUNDHYGIENE BEI ZAHNREGULIERUNGEN BEACHTET WERDEN?

Festsitzende Zahnregulierungen benötigen eine sorgfältige Reinigung. Mit der Zwischenraumbürste und einer speziellen Zahnseide wird um jedes Bracket herum gründlich gereinigt. Bei herausnehmenden Zahnspangen reicht die normale Zahnpflege aus.

Bei durchsichtigen Schienen muss die Mundhygiene noch intensiver betrieben werden. Der Grund dafür ist, dass der Speichel, der eine natürliche Schutzfunktion darstellt, unter den Schienen nicht gut zirkulieren kann.

ZWEIMAL ZÄHNEPUTZEN REICHT DOCH, ODER?

Nach sehr gründlichem Zähneputzen bleiben dennoch rund 30 Prozent der Zahnflächen nicht gereinigt. Die ungereinigten Flächen sind ein idealer Boden für Kariesbakterien. Damit auch die versteckten Zahnzwischenräume beim Putzen erreicht werden, empfiehlt sich die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürstchen.

Tritt bei der gründlichen Reinigung Zahnfleischbluten auf, kann eine Entzündung der Grund dafür sein. Konsequentes Putzen führt dazu, dass sich das Zahnfleisch wieder beruhigt und das Zahnfleischbluten aufhört. Ist das nicht der Fall, muss das Problem beim Zahnarzt abgeklärt werden.

IST DIE PROFESSIONELLE ZAHNREINIGUNG SCHMERZHAFT UND WIRKLICH NOTWENDIG?

Gegen hartnäckige Zahnbeläge und starkes Zahnfleischbluten hilft auch die beste und regelmäßigste Zahnpflege zu Hause nichts. Bei der professionellen Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis werden Zahnbeläge und Zahnverfärbungen an der Oberfläche der Zähne, in den Zwischenräumen und in den Zahnfleischtaschen entfernt.

Dies geschieht mit speziellen Instrumenten, die zu Hause nicht zur Verfügung stehen. Die professionelle Mundhygiene stoppt das Zahnfleischbluten, erhöht die Haltbarkeit der Zähne, der Kronen und der Implantaten und ist wichtig bei Entzündungen, Zahnersatz und erhöhtem Kariesrisiko. Wie lange die professionelle Mundhygiene dauert, hängt von der Belagssituation und dem individuellen Risiko hinsichtlich Karies und Parodontitis ab.

Meist ist jedoch nach 30 bis 45 Minuten ist die Behandlung vorbei und es hat auch gar nicht weh getan. Im schlimmsten Fall war es vielleicht ein bisschen unangenehm.

VORBEUGEN IST BESSER ALS HEILEN

Wir alle wissen es, aber warum fällt es uns manchmal trotzdem so schwer, dem Zahnfleischbluten vorzubeugen? Ist es die Sorglosigkeit oder die Hektik des Alltags? nehmen wir das Zahnfleischbluten nicht ernst genug? Dabei ist es so einfach, Entzündungen und Parodontose, zu denen das blutende Zahnfleisch unweigerlich führt, zu vermeiden. Die regelmäßige Kontrolle des Zahnfleisches muss zum festen Bestandteil der Zahnhygiene werden.

Sind Rötungen oder Schwellungen sichtbar und bringt die Reinigung keine Besserung, dann heißt es ab zum Zahnarzt zur professionellen Mundhygiene. Apropos Zahnarzt, der zweimalige Besuch des Zahnarztes im Jahr ist ein Pflichttermin und sollte fixer Bestandteil im Terminkalender sein. Dazu kommt der Nikotinverzicht und eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung sowie Mundspülungen.

Wer dem Zahnfleischbluten den Kampf ansagt, schützt sich vor schweren Erkrankungen. Bei der Entzündung beteiligte Bakterien können über das Gewebe in die Blutbahn gelangen und es besteht dadurch ein erhöhtes Risiko für schwere Erkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkt und Schlaganfall.

WEITERE BEITRÄGE

/ ESSEN
– DIESE NAHRUNGSMITTEL SIND GUT FÜR IHRE ZÄHNE

Regelmäßiges Zähneputzen ist die beste Grundlage für gesunde, kräftige Zähne und ein strahlendes Lächeln. Färbt sich die Zahnpaste beim Zähneputzen rot oder sind Blutspuren beim Biss in den Apfel sichtbar, blutet das Zahnfleisch.

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